Ein Teil vom Heidebogen
„Jesus Christus ist unsere Mitte in allem, was wir in der Gemeinde tun.“
Der Kirchgemeinde Langebrück gehören etwa 800 Christinnen und Christen an. Besuchen Sie gerne die Kirche zu unseren Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen oder nutzen Sie unser Angebot der offenen Kirche, um sie zu besichtigen oder dazu, zur Ruhe zu kommen.
Das Langebrücker Kirchengebäude stammt in seiner jetzigen Grundgestalt aus dem 17. Jahrhundert. Im 20. Jahrhundert wurde die Kirche durch den Anbau des Glockenturms vergrößert. Seit der Umgestaltung in den 1980er Jahren ist die denkmalgeschützte Kirche innen modern ausgestaltet. 2017 haben wir die Kirche innen noch einmal umfassend saniert. 2019/20 konnte auch der Außenputz saniert werden.
Offene Kirche
Unsere Kirche ist in der Regel täglich von morgens bis abends geöffnet.
Kommen Sie gerne vorbei, um den Innenraum zu besichtigen, einen Ort der Stille und Andacht zu finden sowie Informationen zur Kirchgemeinde und zum christlichen Glauben zu erhalten.
Nehmen Sie sich dabei einen Moment Zeit,
- innezuhalten,
- loszulassen,
- abzulegen,
- durchzuatmen.
Und wenn Sie wieder hinausgehen, dann möge der Segen Gottes mit Ihnen sein.
Geschichte des Kirchengebäudes
Die Kirche, das Pfarrhaus mit der Scheune und der Friedhof bilden eine Einheit, in der sich in den letzten Jahrhunderten viel getan hat:
- um 1280: Bau der Kirche – eines der ältesten Gotteshäuser in unserer Gegend (ursprünglich als Wehrkirche, später als Wallfahrtskirche)
- 1.10.1288: erste urkundliche Erwähnung unseres Ortes
- 1350: Friedensglocke gegossen. Sie ist eine der ältesten Glocken Sachsens. Im Mantel der Glocke steht „Veni cum pace o rex“ (Komm mit Deinem Frieden, o König).
- 1495: Im „Verzeichnis der Gerichtsbarkeit des Bistums Meißen“ wird bestätigt, dass Langebrugk zum Sprengel Radebergk gehört.
- 1539/1540: Langebrück und Grünberg bilden einen Kirchensprengel und werden vom Pfarrherrn von Radeberg betreut.
- 26.8.1558: Churfürst August macht Langebrück zur eigenen Pfarre.
- 1682: Umbau der Kirche – Diese Jahreszahl findet sich an der linken Sakristeitüre. Die Kirche erhielt ihre jetzige Gestalt, allerdings noch ohne den Glockenturm von 1929.
- 1725: Pfarrhausbrand – alle ordentlichen Kirchenbücher und Dokumente sind verbrannt.
- 1727-1729: Pfarrwohnung erbaut, 1750 erneut abgebrannt; Neubau des Pfarrhauses
- 1830: Pfarrhausrestaurierung
- 1898: Neue Turmuhr mit Minutenzeiger
- 1905: Einbau einer Orgel
- 1917: Drei Bronzeglocken, die 1899 gegossen wurden, müssen zusammen mit den Zinkorgelpfeifen im 1. Weltkrieg abgeliefert werden.
- 1929: Umbau der Kirche durch Anbau des Altarraums und des Glockenturms nach Plänen des Architekten Kolbe, Dresden. Ausmalung durch Prof. O. Lange, Dresden.
- 10.11.1929: Zum Geburtstag Martin Luthers wird das neue Geläut eingeweiht. Es besteht aus drei Bronzeglocken in H-Dur mit einem Gesamtgewicht von 4180 kg und wurde von der Firma Schilling Söhne in Apolda/Thüringen gegossen.
- 23.2.1930: Weihe der gesamten Kirche einschließlich der Jehmlich-Orgel
- 9.5.1942: Die drei 1929 gegossenen Bronzeglocken fallen dem 2. Weltkrieg zum Opfer.
- 2.6.1952: Die Friedensglocke von 1350, die seit 1929 im Vorraum zur Sakristei steht, wird wieder im gotischen, achteckigen Dachreiter aufgehängt.
- 13.6.1954: Gedächtnismal für die Opfer des 2. Weltkriegs enthüllt mit dem Vers aus Offenbarung 21 „Gott wird abwischen alle Tränen …“. Der Entwurf stammt von Helmut Rudolph, Freiberg, und Siegfried Stiehler, Langebrück, die Ausführung übernahm der Bildhauer Schellenberg, Dresden.
- 1966: Neudeckung des Kirchen- und Scheunendaches
- 13.9.1966: Vergoldete Wetterfahne mit Stern und Kugel auf dem Dachreiter neu aufgebracht
- 1972: Weihe der Glocken:
- Ewigkeitsglocke (1878 durch Firma Große, Dresden, gegossen, Bronze, 1300 kg, A)
- Trauglocke (1918 in Lauchhammer-Torgau gegossen, Stahl, 1227 kg, Fis)
- Taufglocke (1918 in Lauchhammer-Torgau gegossen, Stahl, 900 kg, D)
- 1974: Der Renovierungsentwurf für die Kirche von Herrn Werner Juza (Wachau) scheitert am Widerstand einiger Gemeindemitglieder.
- 1974 – 1982: Außen- und Innenrenovierung des Pfarrhauses mit Einbau eines neuen Gemeinderaums
- 1982 – 1983: Außen- und Innenrenovierung der Kirche. Die Innenrenovierung erfolgt nach Entwürfen von G. Zawadzki, Kamenz, und wird am 6.5.1984 mit der Einweihung der Kirche abgeschlossen.
- 2.-9.10.1988: Kirchliche Festwoche „700 Jahre Kirche Langebrück“
- 2005: Mit einer Orgelwoche wird der 100. Jahrestag der Jehmlich-Orgel in der Kirche Langebrück gefeiert.
- 2005/2006: Sanierung des Pfarrhauses, Anbau eines Sanitärtrakts
- 2008: Die Glocken dürfen wegen Rissen in der Aufhängung nicht mehr läuten.
- 2010: Der Glockenstuhl wird saniert. Die Friedensglocke und die zweite Bronzeglocke werden aus dem Dachreiter in den Glockenturm umgehängt und bilden mit den beiden Stahlglocken das vierstimmige Geläut. Die Ewigkeitsglocke wird an ihren Ursprungsort Schwarzenberg zurückverkauft. Zur Konfirmation im Mai 2010 läuten die Glocken erstmals wieder.
- 2010/2011: In die Scheune wird in Eigenarbeit der Jugendlichen ein Jugendraum eingebaut.
- 2010/2011: Das Kirchendach und die Orgel werden saniert.
- 2013/2014: Konzept für die Innensanierung wird erarbeitet.
- 2017: Innensanierung der Kirche (Architekturbüro Knüpfer aus Pirna). Die Altarraumrückwand wird mit einem Relief des Künstlers Kristof Grunert ausgestaltet. Thema des Reliefs ist Matthäus 23,1: "Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern." Mit einem Festgottesdienst am 4. Advent 2017 wird die Kirche wieder eingeweiht.
- 2019/2020: Der Außenputz wird saniert.
Kirchensanierung
In den letzten Jahren haben wir einige Schritte der Kirchensanierung durchführen können:
- Sanierputz innen (2007)
- Restaurierung des Glockenstuhls, Umgestaltung des Geläuts und Restaurierung der Glocken (2009-2010)
- Sanierung des Kirchendachs (2010-2011)
- Innensanierung (2017)
- Sanierung Außenputz (2019/20)
Innensanierung 2017
Die Vorbereitungen der Innensanierung starteten im Sommer 2012 mit einer schriftlichen Umfrage bei allen Gemeindegliedern, deren Ergebnisse am 22.11.2012 in einer Gemeindeversammlung beraten wurden. Im Ergebnis waren wir uns einig in der Kirchgemeinde, dass die Innensanierung auf der derzeitigen Innengestaltung aufbauen und diese hinsichtlich der Nutzungsmöglichkeiten, der Gestaltung und der technischen Einrichtungen weiterentwickeln soll.
2013 und 2014 hat der Kirchenvorstand zusammen mit dem Baupfleger des Regionalkirchenamtes die Aufgaben für die Innensanierung beschrieben. Auf dieser Grundlage hat das Architekturbüro Knüpfer aus Pirna die Innensanierung geplant und die Durchführung betreut.
Im März 2017 starteten die Bauarbeiten, am 4. Advent 2017 wurde die Kirche mit einem Festgottesdienst wieder eingeweiht.
Die wichtigsten Maßnahmen im Rahmen der Innensanierung
Die bisherigen Bänke wurden durch Stühle ersetzt und dabei ein Mittelgang eingerichtet. Die Kirche ist mit den Stühlen flexibler nutzbar, was ein wichtiges Anliegen des Kirchvorstands und vieler Gemeindekreise ist.
Die bisherige Heizung (Bankheizstrahler) wurde durch eine Flächenstrahlheizung in der Decke ersetzt. Erstmals sind damit auch der Altarraum und die Orgelempore beheizbar.
Der Seitenausgang wurde als weitgehend barrierefreier Zugang zur Kirche gestaltet.
Die Altarraumrückwand wurde mit einem Relief des Künstlers Kristof Grunert ausgestaltet. Thema des Reliefs ist Mt 23,1: Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jüngern.
Um die Hörsituation zu verbessern, wurden eine Tontechnikanlage installiert sowie eine Induktionsschleife verlegt.
Die Beleuchtung wurde erneuert und verbessert.
Die Eingangstüren wurden erneuert, im Vorbau wurden Fenster durchgebrochen, so dass der Eingangsbereich viel heller ist. Die Gedenktafeln für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs wurden in diesem Zusammenhang nach außen an die Kirchenmauer verlegt.
Der Wandputz wurde ausgebessert und gestrichen und der Holzpflasterfußboden aufbereitet.
Kosten Innensanierung 2017
Die Kosten der Innensanierung beliefen sich auf 354.000 €. Von Seiten der Landeskirche wurden uns 222.000 € zugesagt.
Als Eigenmittel vorhanden hatten wir 32.000 €, so dass noch 100.000 € über Spenden aufzubringen waren. Sehr aktiv hierbei war und ist der Förderverein, der über Konzerte, Verkaufs- und andere Aktionen sehr rege in der Spendeneinwerbung ist. Bis zum Beginn der Baumaßnahmen im März 2017 kamen so bereits 60.000 € zusammen.
Wir benötigen weiterhin Spenden für die Sanierung und Unterhaltung des Kirchengebäudes. So können Sie spenden.